Atelierbesuch bei Elke Sada

Es hat sich ganz schön geknubbelt in Elke Sadas Keramikstudio.

Am frühen Abend des 24.2.2026 fand dort ein für Höhr-Grenzhausen historisches Ereignis statt. 25 BesucherInnen trafen sich in der kleinen, seit letztem Sommer bestehenden Werkstatt im Stadtteil Grenzhausen. Unter dem Titel „Wer ist eigentlich Elke Sada?“ hatte Glut und Gerne, der Verein zur Förderung von Glas, Kunst und Keramik zum allerersten Atelierbesuch geladen.


Alles in ihrer Welt kann Inspiration sein

Susanne Schmidt, eine der Vereinsvorsitzenden leitete mit ihren Fragen in den Abend ein. Die Anwesenden durften viel über die keramische Persönlichkeit Elke Sadas erfahren. Mit ihrem bezaubernden erzählerischen Talent führte sie die Besucher durch ihr Leben, ihre künstlerische Entwicklung und ihre Arbeitsweisen. Während ihrer Aufenthalte in England, den USA, Italien und an mehreren Wirkungsstätten in Deutschland schuf sie Werkgruppen mit Titeln wie Cappriccio, Hallstattpieces oder Storytellers. Sie hat alle, Fachleute sowie Keramikliebhaber mitgenommen in ihren farbintensiven, malerischen Keramik-Kosmos.

Alles in ihrer Welt kann Inspiration sein. Angefangen bei Musik, über die Tierwelt und alte Fotos, Begegnungen bis hin zu konkreten keramischen Traditionen. Dabei springt sie von Schublade zu Schublade ohne sich festzulegen. Technisch hält sie sich nicht mit keramischen Konventionen auf. Sie bewegt sich unbefangen zwischen angewandter und freier Keramik, überschreitet immer wieder Grenzen und kommt zu ganz neuen Oberflächenqualitäten und Ausdrucksmöglichkeiten. Sie erweitert das keramische Spektrum von Höhr-Grenzhausen um eine neue Dimension.

Daher war es nicht verwunderlich, dass es zu einem regen Austausch unter KollegInnen kam, auch noch lange nach der Veranstaltung. Viele nutzten die Gelegenheit durch die zahlreichen, faszinierenden Skizzenbücher der Künstlerin zu blättern, jedes einzelne bereits für sich ein Kunstwerk und Tagebuch zugleich. Ein Einblick, der einem Geschenk gleichkommt. Elke Sada selbst sagt von sich, ihre Liebe sei die Keramik, ihre Leidenschaft die Malerei. Auf großformatigen Leinwänden kombiniert sie kraftvolle Farben mit unterschiedlichen Materialien. Ein Spiel zwischen beherzter Entschlossenheit und Intuition.

Die Besucher verließen diese neue Werkstatt beseelt und dankbar. Dankbar, dass Elke Sada sie in ihr Leben hat eintauchen lassen. (Termine mit der Künstlerin können per Mail vereinbart werden. studio@elkesada.de)

Die Glut und Gerne Atelierbesuche werden von nun an alle drei Monate stattfinden. Der nächste Besuch wird wieder an einem Dienstag im Mai in der Wirkungsstätte von art space Andromeda sein. Dort arbeiten die drei Künstlerinnen Masami Hirohata (Glas), Maryam Aghalikhaani (Keramik) und Jujoung Peak (Keramik). Wir von Glut und Gerne freuen uns schon heute darauf. Nähere Informationen dazu -> hier!

Fotos: Helge Articus

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GLUT und GERNE ausgeflogen